Das Meer des Vertrauens liegt in Dir

Das Meer ist ein Ort, an dem wir uns manchmal so klein und unwichtig fühlen, angesichts der immensen Weite und Größe, die es verkörpert.
Aber das Meer ist auch gleichzeitig ein Ort, an dem wir uns selbst bewusst werden und unser Selbstbewusstsein finden und aufbauen können.

Wie können wir versuchen unser Selbstwertgefühl zu stärken mit Hilfe des Meeres, unser Selbstwertgefühl, das so wichtig ist, um ein authentisches Leben zu führen?

 

 

Raum der Selbstentfaltung und Geborgenheit

 

Wir brauchen eine Umgebung, die im Einklang mit uns ist, die unsere Sinne anspricht, die mit uns resoniert.
Das Meer kann ein solcher Ort sein.
Mit seiner salzigen Luft, den Wellen und dem weiten Horizont verschafft er uns Ruhe, aber auch ein Gefühl von Geborgenheit, ein Rückzugsort, an dem wir uns begeben können, um ganz bei uns und unseren Gedanken und Gefühlen zu sein.

Dieser sichere Raum bezieht sich aber nicht nur auf einen Ort, sondern auch auf eine Umgebung, eine Gemeinschaft von Menschen.
Menschen, die uns Mut zusprechen, Rat geben und uns motivieren unsere Ziele und Träume zu verfolgen.
Menschen, die uns dabei unterstützen, dass wir uns entfalten und die an uns und unsere Fähigkeiten glauben, gerade in den Situationen, wo wir den Glauben an uns selbst zu verlieren drohen.
Menschen, denen wir vertrauen können.
Aber auch hier ist es wichtig, um anderen vertrauen zu können, müssen wir uns erst einmal selbst vertrauen.

 

 

 

 

„Wer vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder“

(Peter Rosegger)

 

 

Erfahrung schafft Urvertrauen

 

Dieses Vertrauen in sich selbst und in die Welt können wir aufbauen, indem wir Erfahrungen sammeln.

Wenn wir unsere Komfortzone verlassen und auch mal Neues ausprobieren, gehen wir hinterher gestärkt und mit mehr Selbstbewusstsein daraus hervor.

Begibt man sich auf oder in das Meer z.B. beim Segel, Surfen oder Schwimmen, können wir lernen, wie es sich anfühlt mit den Elementen, mit unvorhergesehenen Gegebenheiten und Kräften der Natur, die stärker sind als wir selbst, umzugehen.
Wir können lernen wie wir an unser Ziel gelangen, trotz widriger Wind-, Strömungs- und Tidenverhältnisse, wie wir eine Welle meistern, die einen vielleicht aufgrund ihrer Größe etwas in Angst versetzt.

Es gilt sich genau mit diesen Ängsten, die an unserem Selbstvertrauen nagen, auseinander zu setzen.
Das Lernen mit Ängsten umzugehen, durch das Verlassen unserer Komfortzone und durch das Sammeln von Erfahrungen, schaffen wir uns ein gewisses Urvertrauen in uns und die Welt.

Später, wenn wieder neue Ängste auftauchen, können wir uns an diese Erfahrungen erinnern und sie uns als Bild aus unserer Erinnerung hervorholen, ein Bild, das wir es trotz der Ängste geschafft haben, die Aufgabe oder das Problem zu lösen.

 

 

 

 

„Wirf deine Ängste ab, verlass dich auf deine innere Hilfsquellen, vertraue dem Leben, und es wird dir’s vergelten. Du vermagst mehr als du denkst.“

(Ralph Waldo Emerson)

 

Der Mut nicht perfekt zu sein

 

Am Meer zu sein bedeutet auch immer man selbst sein zu können.
Es ist nicht nötig sich perfekt zu präsentieren oder irgendetwas besonderes zu schaffen.
Einfach am Strand entlang gehen, barfuß durch das Wasser laufen, sich den Wind durch die Haare wehen lassen, einfach nur sein, du selbst sein.

Es ist am Meer immer alles gut so wie es ist, du genügst.

Für das Selbstvertrauen ist es wichtig sich seine eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler zu verzeihen, auch einmal mitfühlender mit sich selber zu sein.
Es muss nicht alles perfekt sein, um gut zu sein.
Selbst an diesigen und regnerischen Tagen können wir trotzdem soviel Kraft aus der Umgebung des Meeres ziehen.

Es braucht Mut sich auch einmal verwundbar und nicht perfekt zu zeigen, aber dies öffnet Herzen und Türen anderer, die sich dann oftmals ebenfalls ermutigt fühlen, sich verwundbar zu zeigen.
Diese Erfahrung befreit uns von der Angst nicht gut genug zu sein.
Es schafft ein Mitgefühl für sich und andere und führt zu einer Wertschätzung von anderen und von uns selbst.

 

 

 

„Stell dir etwas vor, und du wirst es erreichen. Träume davon, und du wirst dazu werden. Vertraue dir selbst, denn du weißt mehr, als du glaubst.“

(Unbekannt)

 

Seiner Werte bewusst sein

 

Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine eigenen Stärken und Schwächen.
Es ist so wichtig diese auch zu kennen und sich bewusst zu machen, sich zu überlegen, welche Dinge man gut kann oder wo etwas in der Vergangenheit besonders gut gelungen ist oder ein bestimmtes Problem gut gelöst wurde.
Außerdem ist es wichtig seinen Fokus auf seine Stärken zu richten, wie man sie weiter ausbauen und verbessern kann oder wie sich mit ihnen ein Problem lösen oder Umstände verbessern lassen können.

Schauen wir auf die Flora und Fauna des Meeres, könne wir die Einzigartigkeit dieser Meereswelt
beobachten.
Auch hier hat jedes Tier, jede Pflanze, jeder Organismus eine Stärke mit der er im Ökosystem bestehen kann.

Der eine ist ein besonders schneller Schwimmer, der andere hat besondere Sinnesorgane, mit denen er seine Beute aufspüren kann, der andere hat eine optimale Tarnung, um aus dem Hinterhalt zu jagen oder um nicht sofort Opfer eines Jägers zu werden.
Es gehen Organismen auch Symbiosen ein, um sich als Einheit mit ihren jeweiligen Stärken als Team zu unterstützen.

Sich dieser individuellen Stärken bewusst zu sein schafft die Grundlage für Selbstvertrauen.
Mit Hilfe seiner Stärken und der Kenntnis seiner Werte, seinem inneren Kompass, nach dem wir handeln, führt zu einem authentischen Leben und zu einem Ruhen in sich selbst.

Die eigenen Werte kennen ist wie der Kompass eines Bootes, an dem ich mich ausrichte, meine Stärken sind wie die Segel, die ich setzte, um mich auf die Reise über das Meer des Lebens zu begeben.

 

 

 

„Man muss die Segel in den unendlichen Wind stellen, dann erst werden wir spüren, welcher Fahrt wir fähig sind.“

(Alfred Delp)

 

Folge deiner Intuition

 

Um auf seine innere Stimme zu hören, brauchen wir eine Möglichkeit unsere Gedanken, welche oft permanent in unserem Kopf kreisen, die häufig aus selbstlimitierenden Glaubenssätzen bestehen und somit ein Gefühl der Minderwertigkeit erzeugen, zur Ruhe kommen zu lassen.

Gerade im Element des Wassers zu sein stoppt dieses Gedankenkarussell und lässt Raum, um seine innere Stimme wahrzunehmen.

Das Ansprechen aller Sinne durch das Meer lässt uns wieder mehr ins Fühlen statt ins Denken zu kommen.
Diese Stimme, die uns unsere Träume und Wünsche bewusst macht.
Das Spüren, ob mein derzeitiges Leben noch im Einklang mit diesen Wünschen ist oder ob wir etwas verändern sollten.

Das Folgen dieser Intuition, das Vertrauen darauf, dass sie uns den richtigen Weg weist, schafft Urvertrauen und ein Vertrauen in sich selbst.
Das Folgen seiner inneren Stimme bringt uns in Einklang mit uns selbst und der Welt.
Die Zufriedenheit entsteht, wenn wir dieser Stimme folgen und unseren Verstand dazu nutzen, wie wir uns auf unseren Weg machen können, wie wir Probleme und Aufgaben auf diesen Weg zu unseren Träumen bewältigen können.

Das Meer des Vertrauens liegt in dir selbst.
Du musst dir den Raum geben, es zu erfahren und den Mut haben es zu befreien.

 

 

 

„Das Glück gehört denen, die sich selbst genügen. Denn alle äußeren Quellen des Glückes und Genusses sind ihrer Natur nach höchst unsicher, misslich, vergänglich und dem Zufall unterworfen.“

(Arthur Schopenhauer)

Das weite Meer der Kreativität und Leichtigkeit

Das Meer ist mit seiner Schönheit und seinen wilden Naturgewalten ein Ort der Inspiration.

Das Meer ist nicht nur eine Kraftquelle, sondern auch ein Förderer der Kreativität und der Leichtigkeit.
Eine Leichtigkeit, die so wichtig zu erlangen ist, um ein Leben zu führen, das Freude bereitet und glücklich macht.

Es gibt viele Arten und Möglichkeiten Kreativität und Leichtigkeit zu erlangen, aber für mich ist das Meer ein einmaliger Ort, der mir die Gelegenheit gibt in das weite Meer der Kreativität einzutauchen.

 

Ein Ort des Rückzugs

Das Meer bietet mir die Möglichkeit ganz für mich zu sein, mich von der Außenwelt völlig abzugrenzen.

Eine Möglichkeit meine Sinne zurückzuziehen, mich nicht von anderen Sinneseindrücken, die im Alltag so geschäftig auf uns alle immerzu einstürmen, ablenken zu lassen.

In der Umgebung des Meeres kann ich mich wieder ganz auf meine Sinne fokussieren und mich in meinen inneren Raum zurückziehen.

Ich kann die salzige und mit den Geruch von Seetang gesättigte Luft riechen.
Ich kann das salzige Meerwasser schmecken, das Rauschen der Wellen hören und den Blick über den weiten Horizont schweifen lassen.

Gerade der Horizont und das Meerwasser mit seinen blauen Farben aller Schattierungen bringt mir Ruhe, Klarheit und Gelassenheit, indem es den Geist mit seinen immer wiederkehrenden Gedankenspiralen beruhigt.

Wenn ich ins Meer eintauchen kann, erfahre ich eine Leichtigkeit, ein Gefühl vom Meer getragen zu werden.

Wenn ich nur noch das leichte Gluckern des Wassers höre und spüre, wie mich das Wasser umgibt, versetzt mich dies in einen Zustand der Konzentration und durch das Fokussieren der Sinne werden die geschäftigen und umher schwirrenden Gedanken abgeschaltet.

Dieser Rückzugsort des Meeres führt mich in meinen inneren Rückzugsort, führt mich zu Leichtigkeit und gleichzeitig zu Konzentration, die Platz machen für neue Gedankenfunken, einen Funken der Kreativität.

 

 

 

 

„Nur das Leichtere trägt auf leichten Schultern der Schöngeist, aber der schöne Geist trägt das Gewichtige leicht.“

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

Achtsamkeit auf seine innere Stimme

 

Das Wahrnehmen der eigenen Sinneseindrücke am Meer holt mich in den gegenwärtigen Augenblick.

Es ist wie ein meditativer Zustand, indem ich meiner Intuition und meiner inneren Stimme sehr nahe kommen kann.

Es ist gerade diese Einfachheit, einfach am Meer zu sein, nichts tun zu müssen, sich in Muße auf diesen Raum und seine Weite einzulassen, nicht abgelenkt werden und sich nicht fremdgesteuert fühlen.

Gerade diese Einfachheit führt dazu, wieder bei mir selbst zu sein.

Aber auch beim Surfen kann ich meine Achtsamkeit schulen.

Das Fokussieren auf die ankommende Welle und das Anpaddeln der Welle erfordert höchste Konzentration.

Wenn ich dann die Welle surfe, bin ich genau in diesem Moment, erlebe ganz intensiv diesen einen Augenblick und dies macht den Geist frei, frei von Ängsten und Selbstzweifeln, wieder frei für neue Ideen.

Achtsamkeit ist ein wieder bei sich selbst Ankommen, ein wieder auf seine Gefühle und Bedürfnisse zu achten.

Ich kann mir die Frage stellen, was ich im Moment brauche, um mich gut und glücklich zu fühlen.

Häufig fällt es mir schwer die Antworten auf diese Frage im Alltag mit seinen Aufgaben und Pflichten wahrzunehmen, zu spüren was mir gut tut und was nicht.

Das Meer macht es mir leicht wieder in diese Achtsamkeit zu kommen und meine innere Stimme zu hören, darauf zu hören, welche kreativen Impulse sie mir gibt.

 

 

 

 

„Unser wahres Zuhause ist der gegenwärtige Augenblick.“

(Zen Weisheit)

 

Spielerische Leichtigkeit

 

Die Bewegung beim Schwimmen und Surfen, das in das Element Wasser Eintauchen, löst bei mir eine kindliche Freude aus.

Eine Freude, die Dinge einfach nur zu tun, ohne dass sie einen bestimmten Nutzen oder einen tieferen Sinn haben, ohne eine Verpflichtung darin zu sehen.

Diese spielerische Leichtigkeit lässt alle Anspannungen abfallen.

Ich fühle mich lebendig, frei und ungezwungen.

Diese Freude, dieses Glücksgefühl lässt den Ideen und Gedanken freien Lauf.
Es ist wie eine Erholung, eine Energiequelle für den Geist.

Es setzt eine Kreativität ein, die aus dem tiefen Inneren kommt und sich den Weg frei bahnen kann, durch die Mauer der selbstlimitierenden Gedanken hindurch, frei an die Oberfläche gelangen kann.

Zu Beobachten ist diese spielerische Leichtigkeit auch bei den Delphinen.

Mit ihren Sprüngen aus dem Wasser zeigen sie ihr Spiel- und Kommunikationsverhalten.

Delphine betreiben manchmal auch sogar das Wellensurfen und durch ihre Neugierde kann es passieren, dass sie auch in Anwesenheit von Tauchern und Schwimmern ihren Spieltrieb mit den Menschen zeigen.

 

 

 

 

„Werde wieder wie ein staunendes Kind, das die Welt entdeckt. Jeden Augenblick neu.“

(Tibetisches Sprichwort)

 

Struktur und Rahmen

 

Um die Ideen einfangen zu können, brauche ich auch eine Struktur, einen Rahmen.

Etwas voran sich der Geist festmachen kann.

Am Meer ist es aufgrund der Weite der Landschaft natürlich etwas schwieriger sich diesen Rahmen zu schaffen.

Aber durch genaues Beobachten der Küstenabschnitte und der Tier- und Pflanzenwelt lässt sich erkennen, dass es auch dort eine Struktur gibt wie z.B. der Aufbau von Felsformationen, des Seetangs oder der Muscheln, die mit ihrer Schale gerade oft eine symmetrische Struktur besitzen.

Bei Strandspaziergängen sammle ich sehr gerne Muschelschalen und betrachte ihre unterschiedlichen Formen und Farben, was ich dann auch wiederum als eine Achtsamkeitsübung nutzen kann.

Aber nicht nur die räumliche Struktur, sondern auch gewisse Routinen geben mir den Rahmen, um meine Gedanken zu sortieren.

Dies kann sich in regelmäßiger Bewegung, die ich zu bestimmten Zeiten fest in den Tagesablauf einbaue, wie z.B. Schwimmern, Surfen und Strandspaziergängen äußern und dem Tag damit eine Struktur verleihen.

Eine Struktur, die für mich wichtig ist, um auch in die Umsetzung meiner Ideen zu kommen.

 

 

 

 

Ideenaustausch

 

Wichtig für die eigene Kreativität ist auch der Austausch von Ideen mit anderen.

Wenn ich mich am Meer zurückgezogen habe und meine Ideen aus meinem Inneren geschwemmt wurden, ist es eine große Bereicherung, diese Ideen mit anderen auszutauschen und zu kommunizieren.

Andere Sichtweisen und andere kreative Ideen können in der Gemeinschaft zu größerer Wirksamkeit und größerem Potential führen.

Auch Wale und Delphine scheinen durch Laute und bestimmtes Schwimmverhalten miteinander zu kommunizieren.

Wo gibt es Nahrung zu finden, wo lauert Gefahr?

Ideen müssen allein und in der Einsamkeit entwickelt werden, aber um sie zu verbessern und zu bereichern ist die Kommunikation oft eine große Hilfe.

 

 

 

 

Kreativität ist ein einsamer Prozess, der Neugierde und Leichtigkeit, sowie achtsames Beobachten und Fokus braucht.

Das Meer ist ein Ort, der mir eine Umgebung, einen Rahmen schafft, in dem meine Intuition, meine innere Stimme gehört werden kann.

Ein Ort, an dem die Ideen an die Oberfläche kommen.

Das Meer ist ein Ort, an dem ich meine spielerische Leichtigkeit wieder finden kann, welche mir hilft, mein Glück und meine Freude zu finden.

 

 

 

„Nur das, was in Freiheit wahrhaft aus uns selbst kommt, hält die Seele wirklich und wahrhaft fest.“

(Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Angst als Weg zur Freiheit

Manchmal zeigt sich das Meer mit so einer Kraft und Stärke.
Wenn hohe Wellen auf mich zukommen, wie unüberwindbare Naturgewalten, dass es mich für einen Moment in eine lähmende Angst versetzt.

Eine Angst, die mich kurz erstarren und mich für einen kurzen Augenblick zögern lässt.
Eine starke Unsicherheit, die hochkommt und ich nicht fähig bin richtig und konsequent zu handeln, z.B. mit aller Kraft eine Welle anzupaddeln oder im entscheidenden Moment unter einer Welle durch zu tauchen.

Besonders in entscheidenen Momenten, z.B. eine Welle zu meistern, in denen ich nicht zögern darf und dann diese Angst kommt, wird es mir nicht gelingen, die Welle zu reiten und sie wird mich mit in die Tiefe ziehen.

Angst zieht mich in die Tiefen meiner Emotionen und es fehlt mir dann an Klarheit und Fokus.

Warum hält mich diese Angst zurück, sogar bei den Dingen oder vielleicht gerade besonders bei den Dingen die ich liebe und gerne mache?

Diese Angst, die dazu führt, dass ich nicht klar entscheiden kann, nicht konsequent handeln kann.

Warum will ich vor dieser Angst fliehen, dieses Gefühl nicht haben?

Dabei ist sie so ein wichtiges und sinnvolles Gefühl.
Sie macht uns auf Gefahren aufmerksam. Sie ist ein Schutzmechanismus.
Sie macht uns in gefährlichen Situationen besonders konzentriert, schärft die Sinne und versetzt den Körper in höchste Alarm- und Leistungsbereitschaft.

Aber manchmal überrollt sie uns wie eine Welle und lässt uns gelähmt und handlungsunfähig zurück.
Das ist dann diese Angst, vor der ich am liebsten fliehen möchte.

Mir ist es wichtig, mir klar zu machen, dass die Angst ein Signal ist, dass mir etwas besonders wichtig ist, mir etwas besonders viel bedeutet und ich Angst habe es zu verlieren.

Denn unser Geist möchte uns lieber im Gewohnten belassen, in den Situationen, die wir kennen und er möchte Liebgewordenes bewahren.
Daher signalisiert uns die Angst, dass wir unser gewohntes und geschätztes Terrain verlassen.

Aber hinter dieser Angst befindet sich das Wachsen an der Herausforderung, eine Befreiung von selbstlimitierenden Glaubenssätzen, neue Erfahrungen und Freiheit.

Wie kann ich mit dieser Angst umgehen?

Ich sollte das Gefühl akzeptieren, anerkennen, dass es eine schützende Funktion hat.
Mir darüber klar werden, dass dieses Gefühl an sich nicht schlimm ist.
Und vor allem versuchen, wenn es die Situation erlaubt, gedanklich ein paar Schritte zurückzutreten und mir zu überlegen, was ich für Handlungsoptionen habe, kleine Schritte, die ich gehen kann, wenn ich wieder in so eine Situation gerate, die mir Angst macht.

Im Umgang mit der Angst hat mich das Meer sehr viel gelehrt und hier besonders das Surfen.

Beim Surfen bedeutet es für mich manchmal, dass ich lerne zu akzeptieren, dass das Meer heute stärker ist und ich dadurch auch lernen kann gewisse Dinge hinzunehmen.

An manchen Tagen sehe ich die Wellen aber auch als eine Herausforderung, an der ich wachsen kann.

Wenn ich es geschafft habe, mich dieser Herausforderung zu stellen, dann habe ich das Gefühl einen Teil der Stärke des Meeres zurückzubekommen.

Geh daher ganz bewusst dahin, wo deine Angst ist.

Sie gibt dir Hinweise, wo dein Herz ist, was dir viel bedeutet und ihre Überwindung führt dich zur Freiheit.

Die Stille in Dir

Manchmal ist es wichtig einen Rückzugsort für sich zu haben, um sich von der stressigen und geschäftigen Außenwelt zurück zuziehen.

Eine Außenwelt, die häufig so lärmend ist und in der wir einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt sind.
Eine Außenwelt, die es fast unmöglich macht noch seine innere Stimme zu hören.

Diese Stimme, die so wichtig ist, um ein Leben zu führen, welches einem entspricht.
Diese Stimme, die man braucht, um Entscheidungen zu treffen, die im Einklang mit einem selbst sind.

Daher brauchen wir Raum, einen Ort der Stille, der einen von anderen äußeren Sinneseindrücken abschirmt.
Einen Ort, der es ermöglicht den Zugang zu seiner eigenen Intuition und seiner inneren Stimme zu finden.

Für mich ist das Schwimmen eine Möglichkeit, in eine Welt der Stille abzutauchen.
Das Schwimmen im Meer entführt einen noch zusätzlich in eine ganz eigene (Unterwasser-) Welt.
Dieses Reich mit seinen Meeresbewohnern, Steinen, Seegräsern und ja auch eigenen (Kelp-) Wäldern.

Eine faszinierende Welt, die mich auch sofort an Jules Verne „20.000 Meilen unter dem Meer“ denken lässt.
Wo ein Kapitän Nemo auch der äußeren Welt entflieht und ein Professor Aronnax, der von dieser diversen und geheimnisvollen Unterwasserwelt so fasziniert ist.

Schwimmend habe ich dann auch ein klein wenig das Gefühl ein Teil dieser Welt zu sein.

Aber es sind nicht nur diese spannenden Eindrücke, sondern auch diese Möglichkeit, durch die gleichförmige Bewegung des Schwimmens und des Atmens, mich in einen meditativen Zustand zu bringen.

Wenn ich beim Schwimmen die Augen schließe und mich nur auf das Fühlen konzentriere, den leichten Wasserwiderstand beim Armzug an den Händen, das Vorbeigleiten des Wassers am Körper, dann fühle ich mich vom Wasser getragen und ich fühle mich ganz leicht.

Und dann ist sie auf einmal da, diese Stille.
Eine innere und äußere Stille.
Du merkst, dass sich diese Stille in Dir selbst finden lässt.
Deine Gedanken verebben. Du fokussierst dich nur auf den Moment und du fühlst dich als Teil der Unterwasserwelt.
Frei, leicht, geborgen, einfach du selbst.
Da ist kein du musst, du sollst, du darfst nicht….. !

Einfach nur Stille.
Die Ruhe des Geistes.
Ruhe der Gedanken.
Keine Wertung.
Es ist gut so wie es ist!
Du bist gut so wie du bist!

Schwimme zu Dir in deine Unterwasserwelt und finde die Stille in Dir!

Die Magie des Augenblicks

Surfen ist für mich eine Möglichkeit ganz bei mir selbst zu sein. Wenn wieder so ein starker Gedankenzirkus im Kopf seine Kreise zieht, mit Sorgen, Ängsten und Selbstzweifeln, bringt mich das Surfen wieder ins Hier und Jetzt.

Du musst dich beim Wellenreiten so auf die ankommenden Wellen, auf die Gegebenheiten, fokussieren, dass du keine Zeit hast an irgendetwas anderes deine Gedanken auszurichten.

Du musst manchmal ganz schnell reagieren, wenn du eine Welle bekommen möchtest, darfst nicht zögern und musst dann in diesem einen Augenblick deine ganze Kraft einsetzen, um die Welle an zu paddeln.

Du bist ganz bei dir, deine Sinne sind gespannt, fokussiert und dann, durch deine Kraftanstrengung, erlebst du plötzlich ein Gefühl der Leichtigkeit, Schwerelosigkeit und Freiheit.
Genau in diesem Augenblick, eine Präsenz, du bist ganz bei dir, alles andere um dich herum wird ganz klein und verschwimmt.

Du fühlst dich getragen, geborgen. Da ist keine Angst. Da sind keine Zweifel. Du fühlst dich frei.
Eins mit dir und dem Meer.

Du kannst nicht beeinflussen, wie die Wellen auf dich zukommen.
Du kannst nur versuchen, dich auf diesen einen Augenblick zu fokussieren.

Manchmal schaffst du es nicht, diese Welle zu bekommen. Vielleicht geht sie unter dir durch oder sie zieht dich mit wie in einem Schleudergang.

Dann versuchst du es immer wieder und wieder. Und irgendwann schaffst du es. Die Welle nimmt dich mit.
Du erlebst die Magie des Augenblicks.
Losgelöst von allen Sorgen, Ängsten und Selbstzweifeln, einfach nur du selbst, frei und lebendig.
Diese Lebendigkeit und Freiheit, die süchtig macht. Die man immer wieder erleben möchte. Wofür man sich immer wieder anstrengt. Alles gibt.

Danke Ozean, für die magischen Augenblicke !

Das Meer als Sinnbild für das Leben

Für mich ist der Ozean ein Sinnbild für das Leben, eine Kraft- und Inspirationsquelle.

So wie der Ozean mit seiner Schönheit, Einzigartigkeit und als Symbol für grenzenlose Freiheit, ist auch für mich das Leben in all seinen Aspekten und Facetten ein Wunder, welches einen einfach nur staunen lässt.

Wie das Meer mit seinen unerforschten Weiten und Tiefen, sowie in seiner Diversität, hat auch das Leben einen unerschöpflichen Pool an Möglichkeiten, Gedanken und Ausdrucksformen.

Der Ozean ist mit seiner unglaublichen Kraft, mal stürmisch und wild, mal ruhig und sanft, auch ein Lehrmeister, dass nicht alles im Leben vorhersagbar ist, dass es manchmal im Leben eine stärkere Kraft gibt, Lebenssituationen, die einen herausfordern und mit denen man lernen muss umzugehen.

Mit dieser Seite möchte ich einen Versuch machen, ein wenig die unsagbare Schönheit und Grenzenlosigkeit sowohl des Meeres, als auch des Lebens, zu fassen und zu begreifen, wohl wissend das unsere Gedanken und Emotionen nur ein kleiner Tropfen im großen Ozean sind.

Diese Seite ist daher dem Ozean und dem Leben gewidmet:

„live life like an ocean !“