Der Atem des Meeres

Wenn man sich am Strand befindet, kann man auf wunderbare Weise den Wechsel von Ebbe und Flut beobachten. Was vorhin noch Land war, wird mit einem Mal von Wasser überflutet und so geht dieser Rhythmus wie das Ein- und Ausatmen kontinuierlich weiter.
Nicht statisch, sondern in kleinen Bewegungen immer hin und her.
Dabei entstehen die Gezeiten nicht nur durch die Anziehungskräfte zwischen Erde, Mond und Sonne, sondern auch durch die Fliehkräfte, die durch Rotation der Erde hervorgerufen werden.
Es ist also alles in Bewegung oder wie Heraklit es formuliert hat :
„ Alles fließt !“
Somit befindet sich alles in einem stetigen Wandel und bei Heraklit heißt es auch weiter: „Wir können nicht zweimal in denselben Fluss steigen.“ Er meinte damit, das in der Zeit schon weiteres Wasser vorbeigeflossen ist und wir uns selbst ebenfalls schon verändert haben. Für viele ist diese ständige Veränderung und der Wandel sehr bedrückend.
Aber kann es nicht auch ein Trost sein?
Heraklit sagt weiter, dass es für ihn eine Einheit der Gegensätze gäbe. Tag und Nacht, Winter und Sommer, Ebbe und Flut usw. Erst durch die Gegensätze bekommt das jeweilige Andere einen Sinn. Durch diese Spannung entsteht Neues. Hätten wir diese Gegensätze nicht, gäbe es den Stillstand und damit den Tod.
Betrachtet man z.B. Spuren am Strand, wie sie verschwinden, wenn die Flut einsetzt, dann ist das einerseits ein Bild für das Vergängliche, aber auch der eines Neuanfangs. Wenn das Wasser sich zurückgezogen hat, liegt neuer, unberührter Sand vor einem, der neue Spuren aufnehmen kann.
Dieser Neuanfang wird erst durch die Kräfte der Gegensätze möglich. Und darin liegt eine große Energie. Nicht nur im übertragenden Sinn, sondern auch tatsächlich. Schließlich macht man sich ja die Energie, die in den Gezeiten steckt auch zur Stromerzeugung in Form von Gezeitenkraftwerken zu nutze.
Und somit kann das Bild der Gezeiten als Symbol dafür stehen, dass, egal in welcher Situation man sich befindet, immer ein Neuanfang möglich ist. Wir müssen uns nur diese Energie, die im Wandel steckt, auch zu nutze machen. Sie als schöpferische Kraft gebrauchen, um Spuren immer wieder neu zu setzen und auch die Richtung zu ändern.

Nur wenn wir ausatmen, Altes loslassen, können wir einatmen und Neues aufnehmen !

I feel blue

Blau,

für die einen einfach eine Farbe, die vorwiegend im Farbspektrum bei einer Wellenlänge zwischen 460 bis 480 Nanometern liegt und zu den drei Primärfarben gehört.
Eine Farbe von der wir ständig umgeben sind. Der blaue Planet,unsere Erde, die aus dem All betrachtet blau erscheint, da dreiviertel der Erdoberfläche aus Wasser besteht. Wir selbst, unser Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser.
Wir nehmen das Meer als Blau war, da durch die Reflexion des Sonnenlichtes an der Meeresoberfläche,kurzwelliges Licht (blau) reflektiert und langwelliges Licht absorbiert wird.
Die unterschiedlichen Blautöne und Farbnuancen der Meere entstehen durch im Meerwasser gelöste Substanzen, wie Algen, Plankton, Sediment usw., werden aber auch durch unterschiedliche Wassertiefen beeinflusst.

Für andere hat Blau aber auch eine Bedeutung über das Physikalische hinaus:

Blau wird mit Ruhe und Frieden verbunden. Eine Farbe, die die Entspannung fördert.
Außerdem signalisiert sie Sicherheit und Vertrauen und gibt ein Gefühl der Geborgenheit.
Das Blau des Wassers steht für Klarheit und Reinheit und wie Forscher der University of British Columbia in Vancouver (Ravi Metha und Juliet Zhu ) herausgefunden haben, soll es auch die Kreativität anregen und zur Förderung von Lösungsstrategien beitragen.

Aber warum heißt es dann im Englischen : “ I feel blue !“ , wenn damit ein Gefühl von Melancholie und Traurigkeit gemeint ist ?
Wenn man sich in die Meereslandschaft begibt und die blaue Weite des Horizont betrachtet, kann schon das Gefühl von Melancholie und Wehmut entstehen. Aber erwächst nicht gerade aus dieser Melancholie und Traurigkeit auch eine gewisse Klarheit ?
Braucht es nicht manchmal eine gewisse Traurigkeit, um über bestehende Situationen zu reflektieren. Müssen wir nicht auch diese „negativen“ Emotionen absorbieren, um dann aus der Reflexion heraus neue Klarheit zu erlangen?
Ist es nicht so, dass aus der Verarbeitung von Melancholie, auch Kreativität entsteht?
Es zu kreativen Lösungsansätzen kommt ?
Wenn man ins Blau eintaucht, in Betrachtung des blauen Meeres, aber auch wenn man sich tatsächlich ins blaue Nass begibt, findet sich die Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit, die einem über die Traurigkeit hinweghilft und die danach eine erfrischende Klarheit schafft.

Spring ins Blau und feel blue !

Das Meer als Sinnbild für das Leben

Für mich ist der Ozean ein Sinnbild für das Leben, eine Kraft- und Inspirationsquelle.

So wie der Ozean mit seiner Schönheit, Einzigartigkeit und als Symbol für grenzenlose Freiheit, ist auch für mich das Leben in all seinen Aspekten und Facetten ein Wunder, welches einen einfach nur staunen lässt.

Wie das Meer mit seinen unerforschten Weiten und Tiefen, sowie in seiner Diversität, hat auch das Leben einen unerschöpflichen Pool an Möglichkeiten, Gedanken und Ausdrucksformen.

Der Ozean ist mit seiner unglaublichen Kraft, mal stürmisch und wild, mal ruhig und sanft, auch ein Lehrmeister, dass nicht alles im Leben vorhersagbar ist, dass es manchmal im Leben eine stärkere Kraft gibt, Lebenssituationen, die einen herausfordern und mit denen man lernen muss umzugehen.

Mit dieser Seite möchte ich einen Versuch machen, ein wenig die unsagbare Schönheit und Grenzenlosigkeit sowohl des Meeres, als auch des Lebens, zu fassen und zu begreifen, wohl wissend das unsere Gedanken und Emotionen nur ein kleiner Tropfen im großen Ozean sind.

Diese Seite ist daher dem Ozean und dem Leben gewidmet:

„live life like an ocean !“